
Das gesamte Vokabular der Brust — von Anatomie bis Zwischenzellveränderung. Alle Fachbegriffe aus Chirurgie, Onkologie, Radiologie und Rekonstruktion in einer Nachschlagewerk.
Gutartige Drüsengeschwulst der Brust, meist harmlose Veränderung, die regelmässig kontrolliert werden sollte.
Veränderung des Brustepithels mit leicht erhöhtem Krebsrisiko. Kein Krebs, aber engmaschige Nachsorge empfohlen.
Milchbildende Drüsenbläschen in der Brust. Während der Stillzeit produzieren sie Milch unter Prolaktin-Einfluss.
Der dunkel pigmentierte Hautkreis um die Brustwarze. Enthält Montgomery-Drüsen, die beim Stillen schmierend wirken.
Lymphknoten in der Achselhöhle. Bei Brustkrebs-Operationen werden sie oft entfernt oder biopsiert.
Brustrekonstruktion mit Eigenfett oder Muskelgewebe (DIEP, TRAM, Latissimus) statt Implantat.
Klassifikation der Brustkapselkontraktur nach Baker: Grad I (weich) bis IV (hart, schmerzhaft, sichtbare Verformung).
Brustimplantat-assoziiertes anaplastisches grosszelliges Lymphom. Seltene T-Zell-Lymphom-Form im Zusammenhang mit texturierten Implantaten.
Breast Imaging Reporting and Data System — Standardisiertes Klassifikationssystem für Mammographie- und Ultraschall-Befunde (0–6).
Tumorsuppressor-Gene. Mutationen erhöhen das Brust- und Eierstockkrebsrisiko erheblich. Gentest empfiehlt sich bei Familienanamnese.
Beschwerdesammlung (Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Brain Fog), die manche Patientinnen mit Silikon-Implantaten berichten. Kein eindeutiger kausaler Zusammenhang bewiesen.
Systemische Krebstherapie mit Zytostatika. Bei Brustkrebs oft nebenadjuvant oder adjuvant eingesetzt.
Bindegewebssäume, die das Brustdrüsengewebe an der Haut und der Pektoralisfaszie befestigen. Ihre Lockerung führt zu Brustptose (Sinken).
Stanzzylinder-Biopsie mit Hohlnadel zur Gewinnung von Gewebeproben aus verdächtigen Herden. Goldstandard vor Diagnose.
Schnittrand bei Tumorentfernung. Ein 'sauberer' Rand bedeutet mikroskopisch tumorfreies Gewebe — wichtig fuer Prognose.
Nicht-invasiver Brustkrebs in den Milchgängen. Noch kein invasiver Krebs, aber mit Progressionsrisiko. Therapie: Operation + ggf. Bestrahlung.
Deep Inferior Epigastric Perforator — Rekonstruktion mit Bauchhaut und -fett, ohne Muskelentnahme. Goldstandard der autologen Rekonstruktion.
Ästhetische Komplikation nach Brust-OP: Sichtbare Doppelkontur durch Implantat und eigene Brustgewebsgrenze.
Ultraschall-Begriff: Beschreibung, wie stark Gewebe Schallwellen reflektiert. Hypoechogene Herde können verdächtig sein.
Östrogen- und Progesteron-Rezeptor-Status. Positive Werte bedeuten Hormontherapie-Empfindlichkeit (z.B. Tamoxifen, Aromatasehemmer).
Hautrötung. Ein Warnsignal bei Brustentzündung, Infektion oder inflammatorischem Brustkrebs.
Häufigste gutartige Brustumor bei jungen Frauen. Geschmeidig, gut abgrenzbar, beweglich. Meist keine Behandlung nötig.
Bindegewebsvermehrung in der Brust, oft hormonell bedingt. Kann Schmerzen und Knoten verursachen (Mastopathie).
Föderation der Schweizer Ärzte. FMH-Zertifizierung ist das Qualitätsmerkmal für Fachärzte in der Schweiz — auch für plastische Chirurgen.
Schnellschnittuntersuchung während der Operation. Ermöglicht sofortige Diagnose und Anpassung des OP-Verfahrens.
Die weibliche Brustdrüse. Besteht aus 15–20 Milchgängen (Loben), endständigen Alveolen und Zwischengewebe.
Drüsengewebe im Gegensatz zu Fettgewebe. Verhältnis bestimmt Dichte der Brust auf Mammographie.
Gutartige Brustdrüsenvergrösserung beim Mann. Häufig in Pubertät und Alter, oft hormonell bedingt.
Human Epidermal Growth Factor Receptor 2. Überexpression bedeutet aggressiveren Tumor, aber gute Ansprechbarkeit auf Trastuzumab (Herceptin).
Bluterguss nach Operation oder Trauma. Bei Brust-OPs ist ein kleines Hämatom häufig, grössere müssen evakuiert werden.
Blake- oder Redon-Drain zur postoperativen Sekretableitung. Reduziert Hämatom- und Serom-Risiko.
Langfristige Behandlung mit Tamoxifen oder Aromatasehemmern bei hormonsensiblen Brustkrebs. Kann 5–10 Jahre dauern.
Aggressive, seltene Form des Brustkrebs mit Hautrötung, Schwellung und Orangenhaut. Schnelle Diagnose und Therapie nötig.
International Classification of Diseases for Oncology. Kodierungssystem für Tumordiagnosen und -therapien weltweit.
Brustkrebs, der in den Drüsenläppchen entsteht. Oft schwerer bildgebend zu erfassen als duktale Formen.
Die Hautfalte unterhalb der Brust. Wichtiger chirurgischer Zugangsweg (inframammärer Schnitt) und anatomische Grenze.
Hautentzündung in Hautfalten (hier: Inframammärfalte). Häufig bei grossen oder hängenden Brüsten.
Verkrustung der körpereigenen Kapsel um ein Implantat. Baker-Grad I–IV. Hauptgrund für Implantat-Wechsel.
Proliferationsmarker. Hoher Ki-67 bedeutet schnell wachsende Tumorzellen und spricht für Chemotherapie.
Umgangssprachlich für palpable Veränderung in der Brust. Kann gutartig (Fibroadenom, Zyste) oder bösartig sein.
Technisches Bauteil der Mammographie-Einheit, an dem die Röntgenröhre montiert ist. Umgangssprachlich oft für die gesamte Aufnahmeeinheit.
Rekonstruktion mit dem breiten Rückenmuskel. Mit oder ohne Implantat. Einfacher als DIEP, aber Muskelverlust.
S3- oder AWMF-Leitlinien definieren den evidenzbasierten Standard für Diagnostik und Therapie. Orientierung für Ärzte und Patientinnen.
Vorstufe zu invasivem lobulärem Karzinom (LCIS, ALH). Erhöhtes Risiko beider Brüste, nicht nur der betroffenen Seite.
Bezogen auf Tumorausbreitung in der Brust und regionären Lymphknoten (Achsel, Schlüsselbein).
Schwellung durch gestörten Lymphabfluss. Häufig nach axillärer Lymphknoten-Dissektion. Chronisch, aber behandelbar.
Der medizinische Fachbegriff für Brustkrebs. Unterteilt in duktale und lobuläre, invasive und in-situ-Formen.
Röntgenuntersuchung der Brust zum Screening und bei Verdacht. Standardmethode der Früherkennung ab 50 Jahren.
Operative Brustformung. Umfasst Vergrösserung, Verkleinerung, Straffung und Rekonstruktion.
Entfernung der gesamten Brustdrüse. Varianten: total, modifiziert radikal, hautsparend, brustwarzensparend.
Fibrozystische Brustveränderung. Gutartig, oft zyklusabhängig schmerzhaft. Häufigster Grund für Brustbeschwerden.
Tochtergeschwulst entfernt vom Primärtumor. Bei Brustkrebs häufig: Knochen, Lunge, Leber, Gehirn.
Mammographie-Einheit der Schweiz. Angebotene Screening-Untersuchungen alle 2 Jahre für Frauen 50–69.
Talgdrüsen in der Areola. Schützen die Brustwarze vor Austrocknung und dienen als Orientierung für das Neugeborene beim Stillen.
Mamma-Print — Genexpressionstest zur Abschätzung des Rezidivrisikos bei Brustkrebs. Hilft bei Therapieentscheidungen.
Haut- und brustwarzensparende Mastektomie. Erhält das äussere Erscheinungsbild, entfernt nur das Drüsengewebe.
Chemo- oder Hormontherapie VOR der Operation. Ziel: Tumor verkleinern, OP vereinfachen, frühe Therapieresponse testen.
Nervengewebe. Im Kontext der Brustchirurgie relevant bei Nervenerhalt (sensibleräthaltende Operationstechniken).
Regelmässige Kontrollen nach Brustkrebs oder Brust-OP. Umfasst klinische Untersuchung, Bildgebung, gelegentlich Labor.
Flüssigkeitsansammlung im Gewebe. Postoperativ häufig, aber auch pathologisch bei Lymphedem oder Infektion.
Weibliches Geschlechtshormon. Fördert Wachstum hormonsensibler Brustkrebszellen. Zielstruktur vieler Therapien.
Verbindung von onkologischer Sicherheit und plastischer Ästhetik. Tumorentfernung mit gleichzeitiger Brustformung.
Seltene Form des Brustkrebs, die die Brustwarze und Areola befallt. Symptome: Rötung, Schuppen, Ekzem-ähnliche Veränderungen.
Funktionelles Drüsengewebe der Brust (im Gegensatz zu Fett- und Stützgewebe).
Lehre von den Krankheiten. Die histopathologische Untersuchung bestimmt endgültig Diagnose, Graduierung und Rezeptorstatus.
Grosser Brustmuskel unter dem Brustdrüsengewebe. Implantate können submuskulär (unter) oder subglandulär (über) platziert werden.
Sonderform der Narbenbildung (hypertrophe Narbe), die über die ursprüngliche Wundgrenze hinauswächst.
Brustsenkung durch Lockerung von Haut und Cooper-Ligamenten. Grad 1–3. Kann durch Mastopexie (Straffung) korrigiert werden.
Bestrahlung nach Brustkrebs-Operation zur Rezidivprophylaxe. Reduziert lokales Rückfallrisiko um ca. 70 %.
Wiederaufbau der Brust nach Mastektomie oder Trauma. Methoden: Implantat, autolog, kombiniert.
Wiederauftreten von Krebs nach abgeschlossener Therapie. Lokal (Brustwand), regional (Lymphknoten) oder metastasiert.
Lymphknoten zwischen den Brusthälften (intermammär). Bei inneren Tumoren relevant für Ausbreitungswege.
Die Schnittfläche des operativ entfernten Gewebes. Pathologe untersucht, ob sie tumorfrei ist (R0, R1, R2).
Systematische Früherkennungsuntersuchung bei gesunden Frauen. Mammographie-Screening ab 50 alle 2 Jahre.
Erster Lymphknoten, dem Tumorzellen erreichen. Seine Untersuchung (SLNB) erspart bei Negativbefund oft die Komplettdissektion.
Flüssigkeitsansammlung in einer Operationshöhle. Häufig nach Brust-OP oder Lymphknotenentfernung. Oft spontan resorbierend.
Polymere, die in Implantaten als Gel (kohäsiv) oder Flüssigkeit verwendet werden. Biokompatibel, aber diskutiert wegen BIA-ALCL.
Einteilung des Tumors nach Grösse, Lymphknotenbefall und Metastasen (TNM-System). Bestimmt Therapie und Prognose.
Implantat-Position unter dem Pektoralismuskel. Natürlicheres Aussehen, aber mehr Schmerz, längere Recovery.
Selektiver Östrogenrezeptor-Modulator (SERM). Blockt Östrogen an der Brust, wirkt aber agonistisch an Uterus und Knochen.
Gezielte Therapie gegen spezifische Moleküle (z.B. HER2-Inhibitoren, CDK4/6-Inhibitoren).
Gewebeschonende Implantat-Technik: keine scharfe Unterdrüsendissektion, schonender Zugang, weniger Schmerzen.
Tumor-Node-Metastasis. Internationaler Standard für Krebs-Staging: T (Primärtumorgrösse), N (Lymphknoten), M (Metastasen).
Transverse Rectus Abdominis Myocutaneous — Rekonstruktion mit Bauchhaut, -fett und geradem Bauchmuskel. Heute seltener, DIEP bevorzugt.
Interdisziplinäre Tumorkonferenz. Radiologen, Pathologen, Chirurgen, Onkologen besprechen jeden Fall individuell.
Bildgebung ohne Strahlung. Ideal für junge Frauen, Schwangere und Abklärung von palpablen Knoten. Ergänzt Mammographie.
Die Ebene zwischen Brustdrüse und Pektoralismuskel. Hier werden Implantate subglandulär platziert.
Biopsie mit Vakuum-Saugtechnik. Ermöglicht grössere Gewebeproben und vollständige Entfernung kleiner Herde.
Umgangssprachlich für harte Stelle in der Brust. Kann harmlos (Fibrose) oder bösartig sein — abklären lassen!
Anwendung bei verstopften Milchgängen oder Mastitis. Fördert Durchblutung und Milchfluss.
Biologischer Prozess nach Gewebsverletzung. Phasen: Blutstillung, Entzündung, Proliferation, Remodellierung. Dauert 12+ Monate.
Absterben von Wundrändern durch ungenügende Durchblutung. Häufiger bei Raucherinnen und Diabetikerinnen.
Flüssigkeitsgefüllte Hülle in der Brust. Gutartig, oft zyklusabhängig. Punktion zur Abklärung und Therapie möglich.
Frühe zelluläre Veränderungen, die noch keine Krebszellen sind. Nachsorge wichtig, da Progressionsrisiko besteht.
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